Die ZBM ist die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz

ZBM soll stufenweise wachsen

Konzept zur Einbringung weiterer Gesellschaften in die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz wird erarbeitet

Der Aufsichtsrat der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz (ZBM) hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit einem Gutachten zur weiteren Entwicklung des stadteigenen Unternehmens beschäftigt. Bis zum Sommer kommenden Jahres soll die ZBM-Geschäftsführung auf Grundlage dieses Masterplans ein Konzept vorlegen, wann welche stadtnahe Gesellschaft in die ZBM eingebracht werden soll. Hintergrund sind neue relevante gesetzliche Regelungen im Steuerrecht, die ab 1.1.2016 in Kraft treten, und die die stufenweise Einbringung weiterer kommunaler Gesellschaften in die Stadt-Holding möglich machen. Das Gutachten umfasst die Gesellschaftsanteile der Wohnbau Mainz GmbH (89,8%), Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH (100%), Mainzer Aufbaugesellschaft mbH (43,32%), Parken in Mainz GmbH (50%), Rheingoldhalle Verwaltungs- GmbH und Rheingoldhalle GmbH&Co. KG (20%), WFB Fertigung & Service-Werkstätten für behinderte Menschen Mainz gGmbH (32,8%) und der Mainzer Alten- und Wohnheime gGmbH (94,9%).

Die ZBM wurde 2010 gegründet und ist die Holding der Stadt Mainz. Mit der Einbringung der Stadtwerke Mainz AG, der Mainzplus Citymarketing, der Kulturzentren Mainz, der Jobperspektive Mainz und Anteilen an der Mainzer Aufbaugesellschaft ist die Bündelung der Anteile in der ZBM jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Bündelung von Aufgaben und Kompetenzen auf Ebene der ZBM ermöglicht Synergien und eine bessere Abstimmung unter den Beteiligten. Die ZBM trägt zur Entlastung des städtischen Haushaltes durch Konsolidierung der Kosten, sowie die Minimierung der Bezuschussung von Beteiligungen durch Haushaltsmittel bei. Derzeit trägt die ZBM die Verluste der Beteiligungsgesellschaften und schüttet zusätzlich 2,5 Mio. Euro pro Jahr an die Stadt Mainz aus.

 

Hintergrund

Strategische Ausrichtung der ZBM

Durch eine gemeinsame Strategie und aktive Führung der Gesellschaften konnte die Steuerbarkeit und Transparenz erheblich verbessert werden und es zeigen sich auch Erfolge im Kostenmanagement. Dem Aufsichtsrat der ZBM kommt dabei eine besondere Aufsichts- und Steuerungsfunktion zu. Die Zuständigkeit des Aufsichtsrates, strategische Ziele zu formulieren und die Planungen der Beteiligungsgesellschaften darauf abzustimmen, bringt eine neue Qualität der Steuerung. Der vom Aufsichtsrat der ZBM erarbeitete Public Corporate Governance Kodex sorgt für mehr Transparenz in den Beteiligungen. Der „Kodex“ wurde vom Stadtrat für alle städtischen Tochtergesellschaften beschlossen.

In den vergangenen Jahren hat die ZBM zudem bei verschiedenen Herausforderungen ihre Managementexpertise bewiesen und ist bei neuen Projekten zur Erarbeitung von Lösungsstrategien immer wieder vom Mainzer Stadtrat beauftragt worden.

Die ZBM fördert durch ihre Tätigkeit die Umsetzung einer konzernweiten Strategie. Die Strategiefähigkeit wurde durch den Aufbau von Querschnittsfunktionen gestärkt. Es wurde ein standardisiertes Beteiligungscontrolling eingeführt, das die quartalsweise Abbildung der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungen und somit mehr Transparenz schafft. Die Koordinierung der Wirtschaftsplanungen der Tochtergesellschaften ermöglicht eine aktive Steuerung und sorgt für eine ausgewogene Planung der Sparten. Ein weiterer Teil der zukünftigen Entwicklung der ZBM betrifft den Aufbau und die Vereinheitlichungen von Dienstleistungen. Der Aufbau von Shared Services in den Bereichen des Finanz- und Rechnungswesens, der Personalabrechnung, des Einkaufs oder der IT soll zu Synergien und damit zu Kosteneinsparungen führen.

 

Stärkung der Säulen der ZBM

Die ZBM ist in die Sparten Stadtversorgung, Stadtmarketing, Stadtentwicklung und Bildung & Soziales untergliedert.

Stadtversorgung

Der Bereich der Stadtversorgung ist mit der Einbringung von 94,9% der Aktien der Stadtwerke Mainz AG zum 1.1.2011 in die ZBM GmbH erfolgreich umgesetzt worden.

Stadtmarketing

In dieser Säule werden die Tätigkeitsfelder Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Imagepflege, Tourismus, Kongresswesen sowie Unterstützung in der Veranstaltungsorganisation in den Bereichen Sport, Kultur, Freizeit gebündelt. Der Stadtrat hat mit Gründung der ZBM beschlossen, 100% der Anteile der Mainzplus CITYMARKETING GmbH und 94,4% der Anteile an der Kulturzentren Mainz GmbH der Stadt Mainz auf die ZBM GmbH zu übertragen. Zusätzlich erfolgte die Überleitung des Personals ‚Kulturprogramm Frankfurter Hof’ und die Übernahme der Tätigkeiten des Verkehrsvereins.

Stadtentwicklung

Die Säule Stadtentwicklung soll die Bereiche der Wohnungsversorgung, des Grundstücksmanagements, der Stadtentwicklung und Objektbewirtschaftung umfassen. Mit der Übertragung von 6,58% der Mainzer Aufbaugesellschaft (MAG) auf die ZBM, wurde mit der Übertragung erster Gesellschaftsanteile begonnen.

Bildung & Soziales

Die Anteile der Jobperspektive Mainz gGmbH (ehem. SPAZ) wurden in 2012 von der ZBM übernommen. Heute wird hier in Kooperation mit dem Jobcenter das Projekt der Stadtteilhelfer fortgeführt.